Knauf Insulation sind weitere wichtige Schritte zu mehr Nachhaltigkeit gelungen!

Rückblick auf 2022

Von Knauf Insulation Österreich
Jänner 23, 2023

INSULATION MATTERS: Dämmen ist, was zählt. Natürlich dämmen, nachhaltig im Kreislauf wirtschaften, thermisch sanieren, Energie einsparen und Kosten sowie den CO2-Ausstoß senken. Knauf Insulation hat weitere große Schritte bei der Erreichung der selbstgesteckten ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele gemacht. Aufgezeigt werden sie im neuen Jahresbericht.

Dominique Bossan, CEO von Knauf Insulation Europe/Middle East/Asia

Es besteht kein Zweifel, dass 2022 ein herausforderndes Jahr war, wie Dominique Bossan, CEO von Knauf Insulation Europe/Middle East/Asia und Mitglied des Knauf Group Management Committee bestätigt. „Wieder einmal haben sich unsere Mitarbeiter der Herausforderung gestellt. Ihr Engagement für unsere Nachhaltigkeitsstrategie FOR A BETTER WORLD macht sie wirklich einzigartig und das spiegelt unser Jahresbericht 2022 wider“, zeigt sich Bossan stolz.

Wie es insgesamt mit dieser Strategie „Für eine bessere Welt“ vorangeht, erklärt Dominique Bossan so: „Knauf Insulation hat sich schon vor geraumer Zeit auf den Weg der Nachhaltigkeit gemacht, und wir haben den Fahrplan für die gesamte Knauf Gruppe maßgeblich mitgestaltet. Für uns geht es nicht um Greenwashing, sondern wir müssen sicherstellen, dass wir die Dinge auch umsetzen, und das ist nicht immer einfach. Obwohl unsere anstehenden Nachhaltigkeitsziele durchaus ambitioniert sind, bekennen wir uns dazu und scheuen die Herausforderungen nicht. Manchmal würden wir gerne mehr Fortschritt zeigen und schneller vorankommen. Aber wir bewegen uns in die richtige Richtung und erhöhen unsere Ressourcen, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.“

Meilenstein für nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Marc Bosmans, Group Sustainability Director bei Knauf Insulation

Mit unserer neuen Recyclinganlage für Glaswolle ist uns an unserem Zentral-Standort in Visé, Belgien, ein wesentlicher Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft gelungen. Die Eröffnung der neuen Anlage stellt 2022 einen Höhepunkt zur Erfüllung unserer Nachhaltigkeitsstrategie FOR A BETTER WORLD dar und hilft uns, unsere Selbstverpflichtung zu erfüllen, 25% der Glaswolle-Abfälle von Baustellen zurückzunehmen.

Marc Bosmans, Group Sustainability Director bei Knauf Insulation, freut sich: „Die neue Anlage ermöglicht es, alte Dämmstoffe, die seit vielen Jahren Energie und Emissionen einsparen, zu neuer Mineralwolle für einen zweiten energiesparenden Lebenszyklus zu recyceln.“ Die Anlage ist so konzipiert, dass sie die Glaswolle-Abfälle zu Glasscherben recycelt, die für die Herstellung neuer Produkte von Knauf Insulation benötigt werden.

Speziell Abrissabfälle sind laut Bosmans ein großes Umweltproblem, weil die Bauindustrie für mehr als 35% des gesamten Abfalls in Europa verantwortlich ist. In Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden fallen nach Schätzungen von Knauf Insulation jedes Jahr mehr als 220.000 Tonnen Glaswolle-Abfälle an, von denen etwa 85% von Abrissbaustellen stammen. Produktionsabfälle von Glaswolle und Abfall von Zuschnitten auf Baustellen werden in Visé bereits verarbeitet. „Die große Herausforderung liegt aber im Recycling von Rückbau-Abfällen und zugleich mit neuen Vorgangsweisen zu experimentieren, dies noch effektiver zu gestalten,“ erklärt Bosmans. Die meisten Glaswolleprodukte sind zwar unbegrenzt recycelbar, weisen aber eine geringe Dichte auf, was die Verarbeitung erschwert. Außerdem ist Dämmstoff von Abrissbaustellen meist durch andere Schichten wie Ziegeln und Putz verschmutzt und muss daher getrennt werden.

Vanessa Rae, Marketing- und Nachhaltigkeitsdirektorin für Knauf Insulation Northern Europe

Vanessa Rae, Marketing- und Nachhaltigkeitsdirektorin für Knauf Insulation Northern Europe hat die Verantwortung für Nachhaltigkeit in dieser Region übernommen und zeigt sich engagiert: „Als führender Hersteller nachhaltiger Lösungen müssen wir ein echter Nachhaltigkeitsführer werden, dies ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Marke und unseres Wertversprechens." Sie setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für die Nachhaltigkeitsleistungen von Knauf Insulation sowohl intern als auch extern zu schärfen. Ständiger direkter Kontakt mit Kunden hilft zu verstehen, was erwartet wird. „Die größte Herausforderung, die ich mittel- bis langfristig sehe, ist der Übergang zu grüner Energie für unseren Produktionsprozess“, erklärt sie als ambitioniertes Ziel in Richtung FOR A BETTER WORLD.


RESULATION Erfolg in Deutschland und Österreich

Knauf Insulation Resulation, Dämstoffabfälle

Derzeit ist der Großteil aller Dämmabfälle – Bau- und Abrissabfälle – für die Deponierung bestimmt, und dass bei steigenden Preisen pro Tonne. Eine weitere Sorge vieler Kunden ist, ob sie in Zukunft überhaupt deponieren können. Für Österreich gilt bereits ein Deponieverbot für Mineralwolle ab 2027.

Seit 2020 gibt es von Knauf Insulation Deutschland und jetzt auch in Österreich einen eigenen Service zur Rückholung von Mineralwolle und Tektalan-Abschnitten von Baustellen. Dazu werden spezielle RESULATION Big-Bags auf die Baustellen der Kunden geliefert. Sortenrein befüllt mit den entsprechenden Abfällen, werden die Säcke dann von Knauf Insulation Partnern abgeholt und zu den entsprechenden Knauf Insulation Werken zum Recyceln gebracht. Dem Herstellungsprozess zurückgeführt entsteht daraus beispielsweise wieder eine neue Steinwolle-Dämmplatte.


Pluspunkte bei Transport und Verpackung

Knauf Insulation Dämmstoffe

Auf dem Weg der Dekarbonisierung sind Transport und Verpackung wesentliche Faktoren. Knauf Insulation arbeitet deshalb an neuen Lösungen, um Ladungen pro LKW zu erhöhen und die Werke mit Vertriebszentren und Bahnanschlüssen zu verbinden, um Lieferwege zu verkürzen.

Bei der Verpackung setzt man auf den verstärkten Einsatz von recyceltem Material, Komprimierung und Optimierung der verwendeten Kunststoffdicke, damit der Dämmstoff während der Lieferung stabil und trocken bleibt.

Die Reduzierung der Verwendung von neuem Kunststoff ist eine Verpflichtung der Kreislaufwirtschaft von Knauf Insulation: Der Einsatz von 30 % recyceltem Kunststoff für Verpackungen soll helfen, den CO2-Fußabdruck der Kunststoffverpackung um 25 % zu verringern. Zusätzlich wird sich das Verpackungsdesign von Knauf Insulation Dämmstoffen in Kürze im gesamten EU-Raum ändern. Maximal zweifarbig bedruckt werden die Dämmstoff-Verpackungen für Mineralwolle-Dämmstoffe neu designt. Die neuen Designs sind einheitlich, leicht zu unterscheiden und die Verpackung ist dann leichter und mit weniger Energieverbrauch zu recyceln.

Knauf Insulation hat sich des Weiteren zur Wiederverwendung von 35 % der Holzpaletten verpflichtet, die zur Lieferung von Mineralwolle-Dämmstoffen verwendet werden. In Großbritannien, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland gibt es bereits Initiativen, um diese Paletten zu sammeln und wiederzuverwenden. Diese Initiativen werden weiterhin verstärkt.
 

Status quo bei Erreichung der Nachhaltigkeitsziele

Knauf Insulation Nachhaltigkeitsziele

Für Knauf Insulation war es ein Jahr der Konsolidierung auf dem Weg zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.

Holzwolle landet nicht mehr auf Deponie
Das Ziel, bis 2025 keine Produktionsabfälle aus den Glas-, Stein- und Holzwolle-Werken von Knauf Insulation auf Deponien zu entsorgen, ist eine der Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie FOR A BETTER WORLD. Ein herausragender Erfolg ist hier bei Holzwolle Dämmplatten erzielt worden. Hier ist es deutlich früher, also bereits Ende 2022 statt erst 2025 gelungen, keine Produktionsabfälle mehr auf Deponien zu entsorgen.

Gleichzeitig konnten auch andere Werke große Erfolge bei ihrer Strategie, keine Produktionsabfälle mehr auf Deponien zu entsorgen, erzielen. Beispiele dafür sind die Steinwolle-Werke in Škofja Loka in Slowenien und Novi Marof in Kroatien sowie die Glaswolle-Werke St. Helens in Großbritannien, Lannemezan in Frankreich und Bernburg in Deutschland.

Emissionen bleiben stabil
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie FOR A BETTER WORLD soll der CO2 Ausstoß, der in jeder Phase des Lebenszyklus eines Produkts von der Materialbeschaffung bis zur endgültigen Entsorgung entsteht, bis 2025 um 15 % reduziert werden. Im Jahr 2021 blieben die Werte stabil und auf dem gleichen Niveau wie 2020.  Dieser Stand setzt sich bis jetzt fort. Die Auswirkungen großer Initiativen sind noch nicht zu spüren, aber das Unternehmen hat 2022 in die Suche nach mehr erneuerbaren Energiequellen für Strom investiert.

Durch den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien für die Anlagen mit den größten CO2 -Ausstoß und durch den verstärkten Einsatz von Solarmodulen sollen die CO2-Emissionen im gesamten Unternehmen sinken. Dabei prüft und bewertet Knauf Insulation ständig kohlenstoffarme Möglichkeiten, einschließlich erneuerbarer Energien und alternativer Brennstoffe. Darüber hinaus werden die CO2-Auswirkungen einzelner Werke regelmäßig analysiert, um spezifische CO2-Hotspots zu identifizieren und gezielte Maßnahmen einzuleiten.

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz
Bereits 2020 war ein Rekordjahr in puncto Sicherheit. Hier wurde die Gesamtzahl der meldepflichtigen Vorfälle des Unternehmens von 8,2 im Jahr 2019 auf 6,4 gesenkt. Infolgedessen hat Knauf Insulation sein für 2025 gestecktes Ziel um zwei Jahre vorgezogen und will bis 2023 eine maximale TRIR-Rate von 5,0 erreichen.

Darüber hinaus wurde 2022 eine neue Sicherheitskampagne „It’s Up To Us“ gestartet, die auf ein größeres Risikobewusstsein bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zielt.

 

Alles Wissenswerte zum Knauf Insulation Annual Review „Insulation Matters“ 2022 steht im Original auf Englisch zum Stöbern bereit: Annual Review 2022 (knaufinsulation.com)

Knauf Insulation Nachhaltigkeitsbericht

Unser Jahresbericht 2022!
(in englischer Sprache verfügbar)